Frauen- / Menschenhandel

In den letzten Jahren sind einige Fälle von Frauenhandel im Kanton Luzern ans Licht gekommen. Wir sprechen von Frauenhandel, weil 99 % der identifizierten Opfer in der Schweiz weiblich sind. Diese Aufdeckung von Fällen ist nicht zuletzt der verstärkten, interdisziplinären Kooperation der involvierten Stellen zu verdanken, die seit April 2003 intensiver zusammen arbeiten. Ziel der Zusammenarbeit sowie aller Massnahmen in Bezug auf den Frauenhandel ist der Schutz der betroffenen Frauen und die Verfolgung der Täterschaft.

Eine wichtige Voraussetzung für den Kampf gegen Frauenhandel ist die Sensibilität und ein Basiswissen aller involvierten Personen/Stellen im Umgang mit Migrantinnen, die möglicherweise Opfer von Frauenhandel sind. Der einmal jährlich stattfindende Austausch von Informationen und Erfahrungen über Stand und Entwicklung der Thematik in der Schweiz und im Kanton Luzern hilft mit, die Praxis in der Bekämpfung des Frauenhandels zu optimieren.

Zur Zeit sind folgende Institutionen und Behörden am Runden Tisch Frauenhandel vertreten:

  • Oberstaatsanwaltschaft
  • Staatsanwaltschaft 4
  • Amt für Migration
  • Justiz- und Sicherheitsdepartement Luzern
  • Koordination Gewaltprävention und Bedrohungsmanagement
  • Luzerner Polizei
  • Opferberatung Kanton Luzern
  • FIZ Makasi, Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration, Zürich
  • Aids-Hilfe Luzern, APIS-Projekt Aidsprävention im Sexgwerbe
  • FABIA Fachstelle für die Beratung und Integration von Ausländerinnen und Ausländern
  • Caritas Luzern
  • Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel KSMM, Bern
  • Verein LISA, Luzerner Verein für die Interessen von Sexarbeitenden

Kontakt Koordination Gewaltprävention und Bedrohungsmanagement