Häusliche Gewalt

Gewalt gegen Frauen ist die vielleicht schändlichste aller Menschenrechtsverletzungen.
Sie kennt keine Grenzen, weder geographisch noch kulturell, noch im Hinblick auf materiellen Wohlstand.
So lange sie anhält, können wir nicht behaupten, dass wir wirklich Fortschritte in Richtung
Gleichstellung der Geschlechter, Entwicklung und Frieden machen.
Kofi Annan, New York, 2000

Häusliche Gewalt ist die weltweit am meisten verbreitete und alltägliche Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Nach wie vor sterben weltweit mehr Frauen zwischen 16 und 44 Jahren an den Folgen Häuslicher Gewalt, als an Krankheiten oder Verkehrsunfällen. Die Folgen und Auswirkungen von Häuslicher Gewalt verursachen, nebst viel Leid und Schmerz für die Betroffenen, auch hohe volkswirtschaftliche Kosten.

Gewalttätiges Verhalten im Rahmen von Ehe, Partnerschaft und Familie gilt mittlerweile als gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert und eine Vielzahl von verschiedenen Strategien, Interventionsmassnahmen, gesetzlichen Veränderungen und eine verbindlichere Form der interdisziplinären Zusammenarbeit hat sich gesamtschweizerisch und auch im Kanton Luzern etabliert. Die Sparmassnahmen des Kantons haben im 2016 jedoch dazu geführt dass der seit über 10 Jahren bestehende Runde Tisch Häusliche Gewalt aufgelöst wurde. Um eine minimale Koordination aufrecht zu erhalten und die Ziele des Runden Tisches Häusliche Gewalt weiterhin möglichst wirksam weiter zu verfolgen, wurde im Jahr 2017 die  Arbeitsgruppe Gewaltprävention und Qualitätssicherung gebildet. Wie bereits im Rahmen des Runden Tisches - jedoch in reduzierter Zusammensetzung - treffen sich verschiedene Akteurinnen und Akteure aus den Behörden und Institutionen die sich im Alltag konkret mit den Gewaltbetroffenen und/oder den Gewalt ausübenden Personen beschäftigen.

Ziele der Arbeitsgruppe Gewaltprävention und Qualitätssicherung sind:

  • der Häuslichen Gewalt wirksam entgegentreten und sie langfristig verhindern
  • Verbesserung des Schutzes und Sicherheit von Häuslicher Gewalt betroffener Personen
  • gewalttätige Personen zur Verantwortung ziehen