Stalking - was nun?!
Verhaltenstipps für Betroffene

Die folgenden Verhaltenstipps lehnen sich im Grundsatz an diejenigen des Frauenhauses Luzern

Ihr Schutz hat oberste Priorität
Lassen Sie sich von einer professionellen Beratungsstelle über Stalking aufklären. Informieren Sie sich über Unterstützungsmöglichkeiten und suchen Sie im Notfall Schutz bei Verwandten, Freundinnen, NachbarInnen oder in einem Frauenhaus.

Vermeiden Sie jeden weiteren Kontakt 
Setzen Sie klare Grenzen und sagen Sie dem Stalker oder der Stalkerin nur einmal, dass Sie keinen Kontakt mehr wollen. Formulieren Sie Ihre Aussage eindeutig, klar und direkt. Gehen Sie auf keinerlei weitere Kontaktversuche ein und bleiben Sie dabei konsequent.

Dokumentieren Sie das unerwünschte Verhalten
Führen Sie ein "Stalking Tagebuch". Behalten Sie alle Zuschriften, Geschenke, speichern und archivieren Sie alle SMS, E-Mails und Telefonanrufe, etc. dauerhaft. Dokumentieren Sie alles mit genauer Zeit- und Ortsangabe und notieren Sie allfällige Zeuginnen und Zeugen. Durch das Sammeln von Beweismaterial können Sie im Rahmen einer allfälligen Strafuntersuchung zu einer umfassenden Beweisführung beitragen. Ebenfalls können Sie dadurch Ihre Glaubwürdigkeit in einem möglichen straf- oder zivilrechtlichen Verfahren untermauern. 

Informieren Sie Ihr Umfeld
Informieren Sie Ihr privates und geschäftliches Umfeld über das Stalking. Auf diese Weise bieten Sie Ihrem Umfeld die Möglichkeit Sie zu warnen, respektive zu schützen.

Suchen Sie Unterstützung
Sprechen Sie über Ihre Erlebnisse, Ängste und Sorgen. Das hilft Ihnen, die Situation besser einzuschätzen und die Verantwortung für das unerwünschte Verhalten dem Stalker/der Stalkerin abzugeben. Wenn es für Sie zu belastend ist, z.B. die erhaltenen Briefe zu lesen, bitten Sie jemanden, das für Sie zu tun. Lassen Sie sich von professionellen Beratungsstellen beraten und unterstützen - Sie sind nicht alleine und haben Anrecht auf Hilfe.

Prüfen Sie juristische Massnahmen
Prüfen Sie zusammen mit einer professionellen Beratungsstelle allfällige strafrechtliche oder zivilrechtliche Möglichkeiten. Bei manchen StalkerInnen haben sich solche Massnahmen bewährt, bei manchen haben sie erneute Eskalationen hervorgerufen. Daher ist es wichtig, von Anfang an über die Konsequenzen und Abläufe genau informiert zu sein. 

 

Stalking Broschüre SKP

Eine Broschüre der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP)

Stalking: Grenzen setzen!

Die Broschüre der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) "Stalking: Grenzen setzen!" enthält Informationen, Verhaltenstipps und Hinweise zu Unterstützungsangeboten für Betroffene.